Wie kann man schnell Räume erwärmen?

Wie kann man schnell Räume erwärmen?

Die Lösung ist die Aktivierung der „BOOST“-Funktion

Wenn Sie bei witterungsgesteuerten Heizungsreglern wie z. B. CMP, WDC, WXD, KXD… aus irgendeinem Grund keine Raumfühler oder Raumeinheiten verwenden bzw. angeschlossen haben, kommt es bei der Umschaltung des Zeitintervalls von der Nacht- auf die Tagestemperatur zu einer Abweichung der Raumtemperatur. Der Regler hat einfach keine Information darüber, dass die Räume während des verringerten - nächtlichen Heizens kühler wurden und sie einige Zeit lang mit einer höheren Temperatur, als sie die gewählte Heizungskurve und die derzeitige Außentemperatur verlangen, erhitzt werden sollten.
Dieses Problem kann mit Hilfe der speziellen „BOOST“-Funktion verringert oder vermieden werden. Diese Funktion findet man in allen witterungsgesteuerten Heizungsregler von Seltron. Mit Hilfe dieser Funktion verkürzt sich die Zeit, in der die gewünschte Raumtemperatur erreicht wird. Dafür müssen die Einstellungen der gewünschten Raumtemperatur oder der Heizungskurve nicht ändert werden, was zur Folge die ungewollte Erhöhung der Raumtemperatur gegen Ende des täglichen Raumtemperatur-Intervalls hätte.

Mittels der Parameter P2.3 wird die „BOOST“-Funktion aktiviert und die Intensität des Betriebs eingestellt, während die Betriebszeitmit mit dem Parameter P2.4 eingestellt wird. Auf die gleiche Weise - mit Parametern - wird auch die „BOOST“-Funktion für den zweiten Heizkreis eingestellt. In den meisten Fällen genügt die Erhöhung der gewünschten Temperatur um 3 °C und ein Betriebszeitintervall von 60 Minuten. Verfügt das Gebäude über eine schlechte Wärmedämmung, muss die Raumtemperatur höher eingestellt werden, bei besserer Wärmedämmung genügt eine niedrigere Temperatureinstellung.

Die Zeitdauer wird bei Gebäuden mit einer größeren Zeitverschiebung, bspw. bei Fußbodenheizung, erhöht. Dabei erhöht der Regler die Einstellung der gewünschten Temperatur um 100 % des eingestellten Wertes nur dann, wenn das Nachttemperatur-Intervall länger als 10 Stunden dauerte.

War das Intervall kürzer, fällt der Anstieg der Raumtemperatur proportional bis auf 10 %, welches bei einem Nachttemperatur-Intervall von einer Stunde erreicht wird. Beträgt das Nachttemperatur-Intervall weniger als eine Stunde, wird die „BOOST“-Funktion nicht aktiviert. Die beschriebene Funktionsweise ermöglicht eine zusätzliche Möglichkeit der genauen Einstellung des Betriebs der witterungsgesteuerten Heizungsregler von Seltron. Wegen der Akkumulation und den zusätzlichen Wärmequellen ist die Raumtemperatur in den Abendstunden ein wenig höher als die gewünschte Raumtemperatur.

Ist ein Raumfühler vorhanden, führt dieser eine Korrektur der Steigleitung-Temperatur aus und sorgt dafür, dass die Raumtemperatur nur minimal von der gewünschten Einstellung abweicht. Falls kein Raumfühler vorhanden ist, kann ein ähnlicher Effekt mit der Änderung des Zeitprogrammes erreicht werden. Dies wird erreicht, wenn man am Abend ein oder zwei kürzere Intervalle für das Heizen mit der Nachttemperatur ins Zeitprogramm einschiebt.

Auf die Weise wird die gewünschte Senkung der Raumtemperatur erreicht. Es muss darauf geachtet werden, dass das Nachttemperatur-Intervall kürzer als 60 Minuten beträgt. Andernfalls würde die „BOOST“-Funktion zur Kompensierung des Falls der Raumtemperatur aktiviert werden und der gewünschte Effekt würde ausbleiben. Die „BOOST“-Funktion kann auch bei einem angeschlossenen Raumfühler oder einer angeschlossenen Raumeinheit aktiviert werden. Das ist vor allem dann praktisch, wenn der Einfluss der Korrektur des Raumfühlers verringert oder sogar völlig ausschalten werden soll.

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